Das Regierungsviertel – Sektion G | עיר דוד

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Perlenohrringe
Ein Stück von Jerusalem

Das Regierungsviertel – Sektion G

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Im 13. und 12. Jahrhundert v. Chr. (ungefähr zur Zeit der jebusitischen Herrschaft) wurde in der Nähe des Osthangs der Bergkuppe eine großartige, mit Terrassen versehene Struktur errichtet, die als Stützmauer für die darüber hinaufragende Stadtburg diente; bei der letzteren handelte es sich allem Anschein nach um die „Burg Zion“, die von König David eingenommen wurde. Heute sind nur Teile des steinernen Bauwerks erhalten. Zur Zeit des Ersten Tempels wurden in die Steinmauern der Terrassenstruktur Wohnbauten in der Form des sogenannten „Vierraumhauses“ eingebaut, wie es für diese Zeit charakteristisch war. Das gegenüberliegende Gebäude, in dessen Hof sich die Überreste von vier Säulen befinden, trägt den Beinamen „Haus des Achiel“ – dieser Name stand auf den dort gefundenen Tonscherben. Die Bauqualität und die Bequemlichkeit der Wohnungen (die zum Beispiel mit Toiletten und Möbeln aus importiertem Holz ausgestattet waren) deuten darauf hin, dass in dieser Umgebung Leute von Stand lebten. Unterstützt wird diese Annahme durch ein auf dem Grund des Ausgrabungsgeländes freigelegtes Gebäude, in dem rund 50 Bullae oder Siegel entdeckt wurden. Sie bestehen aus Lehm und wurden zur Unterzeichnung von Briefen und Mitteilungen benutzt, die auf Papyrus oder Pergament geschrieben wurden. Die Siegel tragen Namen auf Althebräisch, darunter auch solche, die aus der Bibel bekannt sind, wie etwa den von Gemarjahu Ben Shafan, der ein Schreiber des Königs war (Jeremia 36:12). Es ist möglich, dass die Bullae zu einem Archiv mit königlichen Dokumenten gehörten, das bei der Zerstörung des Ersten Tempels in Flammen aufging. Im benachbarten Haus wurde ein verbranntes Zimmer mit zahlreichen Pfeilspitzen gefunden - schweigende Zeugen der schweren Kämpfe, die hier stattfanden, als die Babylonier im Monat Av des Jahres 586 v. Chr. die Stadt und den Tempel dem Erdboden gleichmachten.
 
Bei der Rückkehr nach Zion aus dem babylonischen Exil wurde die Mauern wieder aufgebaut, doch verliefen die Befestigungen nun in östlicher Richtung weiter oben am Hang. Dabei ließen sie die Trümmerhaufen des Ersten Tempels draußen auf der anderen Seite. So wurde das Stadtgebiet auf der Ostseite verkleinert. Überbleibsel der Mauer aus der Zeit des Zweiten Tempels lassen sich heute oberhalb des terrassenförmigen Gebäudes erkennen; ihre Türme grenzen das Steingebäude auf beiden Seiten ein.

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Die Goldstein Familie, Frankreich
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